XXXVII – Fort Prittwitz

Das nördlichste Außenfort wurde von 1847 bis 1854 unter Oberleutnant Arlt errichtet und konnte 413 Mann aufnehmen. Es liegt knapp 500 m vor der Front der Wilhelmsfeste und hieß bis 1863 Fort Avancé. Umbenannt wurde es zu Ehren des Festungsbaudirektors. Es besitzt eine Wallanlage, einer Escarpenmauer, einem trockenen Graben, einem runden Reduit in der Kehlmauer und Caponnieren an beiden Schulterpunkten. In den Wallenden befinden sich Pulvermagazine. Es ist mit der Wilhelmsfeste durch einen gedeckten Weg innerhalb einer glacisähnlichen Aufschüttung verbunden. Bei Modernisierungsmaßnahmen ab 1877 wurden die Caponnieren und das Reduit um ein Stockwerk erniedrigt und die Mauern in den Facen bis auf Höhe des Rondengangs unterhalb des Walls abgetragen. Im Wall wurden drei Hohltraversen eingebaut und der Wall wurde erweitert und um das Reduit gelegt, um es vor Beschuss zu schützen. Während des Zweiten Weltkriegs war das Fort Standort des Flugkommandos V der Luftwaffe und des Luftwarnkommandos. In der Nachkriegszeit wurde es als Produktionsstätte und Lager genutzt. Seit 1960 gehört es zur Wilhelmsburgkaserne.

Jochen

Naturfreund ist derjenige, der sich mit allem, was in der Natur lebt, innerlich verbunden weiß, an dem Schicksal der Geschöpfe teilnimmt, ihnen, soviel er kann, aus Leid und Not hilft, und es nach Möglichkeit vermeidet, Leben zu schädigen oder zu vernichten. (Albert Schweitzer)

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