Lünersee

Der Lünersee ist einer der größten Seen im österreichischen Bundesland Vorarlberg in der Gemeinde Vandans.

Sein Wasserspiegel liegt bei Vollstau auf einer Höhe von 1970 m ü. A. am Fuße der Schesaplana. Nachdem das Land Vorarlberg bereits 1920 mit Abdichtungsarbeiten am Seegrund begann, vergrößerte die Vorarlberger Illwerke AG das Speichervolumen des Sees 1959 mit einer Staumauer.

Sie nutzt seitdem das Wasser zur Stromerzeugung im Lünerseewerk. Da die natürlichen Zuflüsse mehr als fünf Jahre benötigen, um das nutzbare Volumen des Sees einmal zu füllen, wurde das Lünerseewerk als Pumpspeicherkraftwerk gebaut. Durch einen künstlich angelegten Stollen wird der See auch durch das Schmelzwasser des Brandner Gletschers gespeist. Das abgearbeitete Wasser des Lünersees wird im Staubecken Latschau zwischengespeichert, von dort in die Kraftwerke Rodund weitergeleitet, oder in ihn zurückgepumpt.

Seit 2017 ist das Rellswerk, ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk, in Betrieb. Dieses ist an die Druckwasserführung Lünersee – Lünerseewerk angeschlossen und erhöht den Zufluss zum Lünersee um rund 17 Mio. m³/a.

Der Nutzinhalt des Lünersees beträgt 78,3 Mio. m³ (Wasseroberfläche bei Vollstau 1,55 km²). Dies entspricht etwa 262 Mio. kWh an gespeicherter Energie. Das nutzbare Volumen des Sees würde bei voller Leistung des Lünerseewerks im Turbinenbetrieb (Durchfluss 27,5 m³/s) knapp 33 Tage reichen. Das Auffüllen des nutzbaren Volumens, wozu die natürlichen Zuflüsse über fünf Jahre benötigen, würden die Pumpen des Werks in gut 40 Tagen schaffen.

Die Wassertiefe beträgt bei Vollstau 139 Meter.

Das Gebiet um den See bildet den Talabschluss des Brandnertals, der nur über schmale Steige oder die Lünerseebahn vom Gebiet Schattenlagant aus erreichbar ist. Deshalb liegt das Gebiet um den Lünersee (auch die Totalp), obwohl es geografisch zum Brandner Tal gehört, auf dem Gemeindegebiet von Vandans. Die Alpflächen am See werden seit jeher aus dem Rellstal bestoßen, da die teils felsigen Steige aus dem Brandner Tal zum Lünersee für Großvieh praktisch unpassierbar sind.

Direkt bei der Bergstation an der Staumauer steht die Douglasshütte, die unter anderem als Jausen- und Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer dient. Sie ist ein 1960 fertiggestelltes Ersatzgebäude für einen Vorgängerbau aus dem Jahre 1870, dessen auf der Halbinsel auf 1969 m Seehöhe gelegener Platz beim ersten Vollstau überflutet wurde.

Auszug aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCnersee

Jochen

Naturfreund ist derjenige, der sich mit allem, was in der Natur lebt, innerlich verbunden weiß, an dem Schicksal der Geschöpfe teilnimmt, ihnen, soviel er kann, aus Leid und Not hilft, und es nach Möglichkeit vermeidet, Leben zu schädigen oder zu vernichten. (Albert Schweitzer)

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